Soli-Abschaffung – so viel Geld wird nun gespart

Lina Zolotarova | Zuletzt aktualisiert am: 27.07.2021
Das Jahr 2021 bringt positive Überraschungen für die deutschen Bürger mit sich. Es wird eine der größten Steuersenkungen der Geschichte für die meisten Lohn- und Einkommenssteuerzahler in Deutschland verzeichnet. Der Solidaritätszuschlag, auch Soli genannt, entfällt ab sofort für rund 90 Prozent der Steuerzahler. Das gilt sowohl für Singles als auch für Familien und Alleinerziehende.

Der Soli wurde ursprünglich als Sondersteuer eingeführt und diente zur Förderung des Aufbaus von Ostdeutschland nach der deutschen Vereinigung. Er wurde bisher von Arbeitnehmern, ebenso wie von Handwerkern, Unternehmen und Selbstständigen gezahlt. Im vergangenen Jahr brachte der Soli 18,9 Milliarden Euro dem Staat ein.

Was sich nun genau durch die neuen Verordnungen verändert und wer inwiefern davon betroffen ist, wird in diesem Artikel zusammengefasst.

Der Solidaritätszuschlag fällt Anfang 2021 für die meisten deutschen Bürger weg: 5 häufigste Fragen und Antworten

Das Wichtigste in Kürze

Das neue Solidaritätszuschlagsgesetz gilt ab Januar 2021. Es betrifft die Mehrheit der deutschen Bevölkerung. Lediglich für die Topverdiener verändert sich nichts bezüglich der Neuverordnung.

Für wen wird der Soli komplett abgeschafft und wer zahlt weiterhin?

Laut dem neuen Gesetzt zahlen Lohn- und Einkommenssteuerzahler, deren Einkommen weniger als 73.000 Euro pro Jahr für Alleinstehende beziehungsweise weniger als 151.000 Euro pro Jahr für Verheiratete beträgt keinen Soli mehr. Dies sind circa 90 Prozent der heutigen Steuerzahler.

Topverdiener, Unternehmen und Vereine, die Körperschaftssteuer zahlen müssen, haben den Solidaritätszuschlag weiterzuzahlen. Dies sind circa 3,5 Prozent der heutigen Steuerzahler.
Milderungszone
Circa 6,5 Prozent der Steuerzahler müssen den Soli nur vermindert weiterzahlen. Ab der Freigrenze steigt der Soli schrittweise an, entsprechend der Einnahmen.

Wie viel Geld spare ich?

Laut Berechnungen des Münchener ifo Instituts kann eine Familie, die vom Soli befreit wurde, nun über 1.500 Euro im Jahr sparen. Auch für Singles und teilweise befreite Personen können mehrere Hundert Euro im Jahr zusammenkommen. Lediglich für Steuerzahler, die wenig verdienen, ist der Unterschied kaum spürbar, da sie bereits wenig Soli zahlen oder überhaupt nicht davon betroffen sind.

Was müssen Selbstständige beachten?

Die Grenze für den Freibetrag ist für Angestellte, ebenso wie für Selbstständige identisch. Da Selbstständige in Vorkasse treten, für die voraussichtlichen Steuern des Jahres, kann es dazu kommen, das Steuern vorerst zu bezahlen sind, obwohl sie in dem Jahr nicht anfallen. Wurde beispielsweise 2019 die Freigrenze überschritten, aber im 2021 sind wegen der Corona-Krise die Einnahmen gesunken, sodass die Grenze nicht mehr erreicht wird, ist dies der Fall. Ein Änderungsantrag beim Finanzamt kann Abhilfe schaffen. Durch ihn kann die Vorauszahlung gesenkt werden.

Wie viel Geld geht dem Staat zukünftig «verloren»?

Durch die Soli-Abschaffung ist davon auszugehen, dass der Staat zukünftig rund 10,9 Milliarden Euro im Jahr weniger einnehmen wird.

Was fordern die Kritiker der Neuregelung?

Kritiker fordern ausnahmslos die totale Abschaffung des Solidaritätszuschlags für alle. Sie bezeichnen die neuen Regelungen als einen moralischen Steuerbetrug für die Mittelschicht. Die Musterklage wird von dem Bund der Steuerzahler bekräftigt, während der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Gabriel Felbermayr, dem entgegenhält. Laut ihm ist es legitim die Vermögenden zu belasten.
5 gute Gründe für die Nutzung von Wellet – Annahme von Zahlungen über Smartphone
1. Wellet kann einfach und schnell auf dem Smartphone installiert werden und benötigt keine weiteren Geräte und Terminale zur Annahme von Zahlungen.

2. Wellet ist superbequem bei Transaktionen außer Haus. Nur das Handy muss transportiert werden.

3. Wellet ist kostensparend. Es fallen keine Grundgebühren für die Nutzung und keine Kosten für die Installation von Wellet an.

4. Die Transaktionsgebühren betragen lediglich 1,3%.

5. Zahlungen über 50 Euro sind möglich dank der PIN-Funktion. Sicher und schnell können beliebige Beträge angenommen werden.